Mythen und Fakten rund um die E-Zigarette

In den letzten Jahren ist die E-Zigarette immer stärker in Mode gekommen, insbesondere Jugendliche, aber auch Raucher, die nach einer Alternative zu traditionellen Zigaretten suchten, interessierten sich immer mehr für die elektronische Form des Rauchens. Jedoch sorgt der Mangel an grundlegenden Richtlinien für den Verbraucherschutz nach wie vor dafür, dass viele Fragen zu den einzelnen Produkten unbeantwortet bleiben. Was genau wissen wir eigentlich? Wir erörtern in diesem Artikel ein paar gängige Mythen und Irrglauben, rund um die elektronischen Zigaretten.

MYTHOS: E-Zigaretten sind sicher.
FAKT:  E-Zigaretten sind nicht-regulierte Tabakprodukte.

Knapp 500 Marken und mehr als 7.700 verschiedene Geschmacksrichtungen sind auf dem heutigen Markt verfügbar und kein einziges Produkt wurde von der Food and Drug Administration (FDA) genau unter die Lupe genommen. Wir wissen also nicht genau, was sich in den einzelnen Produkten befindet. Studien haben giftige Chemikalien gefunden, die auch bei Frostschutzmitteln verwendet werden und zudem wurden in einigen E-Zigaretten Spuren von Formaldehyd gefunden. Da die FDA diese Produkte nicht reguliert, gibt es für die Hersteller keine Anforderungen, die eingesetzten Inhaltsstoffe offenzulegen, Warnetiketten an den Produkten oder Warnungen für Jugendliche anzubringen.

MYTHOS: E-Zigaretten weisen kein Nikotin auf.
FAKT: So gut wie alle E-Zigaretten beinhalten Nikotin – auch viele die behaupten, frei von Nikotin zu sein.

Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte auf, dass eine große Bandbreite an Nikotinwerten in elektronischen Zigaretten gefunden wurden und die Angaben und tatsächlichen Nikotinwerte oftmals leider nicht übereinstimmten. Nikotin ist eine süchtig machende Substanz, die sich negativ auf die Gesundheit des Verbrauchers auswirken kann, unter anderem negativen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns haben kann. Je mehr Nikotin eine Person zu sich nimmt, desto größer das Potential einer Sucht.

MYTHOS: E-Zigaretten können dabei helfen, vom Rauchen loszukommen.
FAKT: Die FDA hat keine E-Zigarette ermittelt, die sicher und effektiv beim Rauchstopp helfen kann.

Statt aufzuhören, greifen viele Anhänger der elektronischen Zigarette zusätzlich zu konventionellen Zigaretten. Im Jahre 2013 waren es 76.8% der E-Zigaretten-Konsumenten, die zudem auch zu konventionellen Zigaretten griffen. Der amerikanische Generalarzt fand heraus, dass sogar das Rauchen weniger Zigaretten täglich, ernsthaften Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann.

Raucher, die bereit sind, von ihrer Sucht loszukommen, sollten die 1-800-QUIT-NOW wählen oder mit den behandelnden Ärzten sprechen und sich FDA-genehmigte Medikamente verschreiben lassen, die als sicher und effektiv erwiesen wurden und sich somit besser eignen, um die Nikotinsucht zu bekämpfen.

MYTHOS: E-Zigaretten werden nicht an Jugendliche vermarktet.
FAKT: Der Konsum von E-Zigaretten an Mittel- und Hochschulen hat sich von 2011 bis 2013 verdreifacht

Durch die aggressiven Taktiken der Branche, wie beispielsweise der Verwendung von Comicfiguren und süßen Geschmacksrichtungen wie Kaugummi, Fruchtloops, Schokolade und Erdbeere, überrascht es wirklich nicht, welch dramatischer Anstieg des Konsums von E-Zigaretten unter Jugendlichen verzeichnet wurde. Es ist sogar so weit gekommen, dass Jugendliche mehr E-Zigaretten rauchen, als es jemals bei traditionellen Zigaretten der Fall war.

MYTHOS: Bei E-Zigaretten entsteht kein Passivrauch.
FAKT: E-Zigaretten produzieren durchaus Passivrauch.

Das Aerosol (Dampf) welches durch E-Zigaretten freigegeben wird und von den Konsumenten ausgeatmet wird, enthält Karzinogene wie beispielsweise Formaldehyd, zeigten neueste Studien auf. Man weiß leider nur sehr wenig über die potentiellen Gefahren, die von elektronischen Zigaretten für Personen bestehen, die sich in der Umgebung befinden.